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Erbschein

Ein amtliches Zeugnis des Nachlassgerichts darüber, wer Erbe geworden ist und in welchem Umfang.

Das Wichtigste zuerst

Der Erbschein wird oft automatisch beantragt, obwohl er nicht immer nötig ist. Banken und Grundbuchämter akzeptieren häufig auch ein notarielles Testament mit Eröffnungsprotokoll. Weil sich die Gebühr nach dem Nachlasswert richtet, kann ein unnötiger Erbschein teuer werden. Vor dem Antrag lohnt daher die Frage, ob die vorhandenen Unterlagen nicht bereits ausreichen.

Rechtsgrundlage§§ 2353 ff. BGB, Gebühren nach GNotKG

Was es kostet

Erbscheinsantrag beim NachlassgerichtGebühr richtet sich nach dem Nachlasswert
Zusätzlich für die eidesstattliche Versicherungseparate Gebühr in gleicher Höhenordnung

So gehst du vor

  1. Prüfen, ob ein Erbschein überhaupt gebraucht wird
  2. Bei der Bank nachfragen, ob ein notarielles Testament genügt
  3. Falls nötig, beim zuständigen Nachlassgericht beantragen
  4. Eidesstattliche Versicherung abgeben
  5. Nachlasswert korrekt angeben

Häufige Fehler

  • Einen Erbschein beantragen, obwohl das notarielle Testament ausreicht
  • Den Nachlasswert falsch angeben
  • Die Ausschlagungsfrist von sechs Wochen versäumen

Häufige Fragen

Brauche ich immer einen Erbschein?

Nein. Liegt ein notarielles Testament mit Eröffnungsprotokoll vor, verzichten Banken und Grundbuchämter häufig darauf. Bei einem handschriftlichen Testament oder gesetzlicher Erbfolge wird er dagegen meist verlangt.

Was kostet ein Erbschein?

Die Gebühr richtet sich nach dem Wert des Nachlasses nach dem GNotKG. Für die eidesstattliche Versicherung fällt eine weitere Gebühr in ähnlicher Höhe an.

Offizielle Quellen

Gesetzliche Regeln und Gebühren lassen sich hier direkt nachlesen. Termine und die erforderlichen Unterlagen bestätigst du bei der gewählten Stelle.

Allgemeine Information, keine Rechtsberatung im Einzelfall. Rechtsstand der Recherche: September 2026.

Wichtige Unterlagen werden in einem Ordner gesammelt.

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